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Kochen Süßspeisen

Halwa (Moong Dal Halwa).

Zur Zeit ist in Indien „Festival-Saison“, das heißt, es finden viele Feste hintereinander statt oder gehen nahtlos ineinander über. Gerade endete das Navratri-Fest mit dem Feiertag Dusshera/Durga Puja und Mitte November beginnt eins der bekanntesten Feste im Hinduismus: Diwali. Ich möchte das zum Anlass nehmen, um eine indische Süßspeise vorzustellen, die, neben vielen anderen leckeren Süßspeisen, traditionell zu hinduistischen Festen und Feiern (z.B. auch Hochzeiten) serviert werden.

Unterschiedliche Varianten

Halwa ist den meisten ein Begriff, denn es ist auch aus dem arabischen und persischen Raum bekannt. Es ist dort eine Art Nougat aus Nüssen, während es in Indien ein warmer Milchbrei ist. Ähnlich, wie unser Milchreis, wird Halwa mit Milch und Zucker eingekocht. Aber auch in Indien ist Halwa nicht gleich Halwa. Die Hauptzutat sind oft Karotten, können aber auch anderes Gemüse oder Hülsenfrüchte sein. Als ich das letzte Mal Gajar ka Halwa (Karotten-Halwa) gemacht habe, stand ich 3 Stunden am Topf und habe gerührt… das war mir diesmal zu aufwendig. Das Halwa aus Moong-Bohnen, oder besser gesagt Moong Dal (im Glossar ist der Unterschied erklärt) geht viel schneller, da die Hülsenfrüchte sehr viel der Flüssigkeit „aufsaugen“, während bei der Variante mit Gemüse die Flüssigkeit „weggekocht“ werden muss.

Egal, was als Basis verwendet wird – Halwa wird getoppt mit Nüssen und Rosinen und mit Kardamom gewürzt und warm gegessen. Es macht auch hierzulande das perfekte Dessert für ein Weihnachtsdinner, oder einfach mal als Souldfood oder Nascherei.

Moong Dal ka Halwa

  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: einfach
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Eine warme Süßspeise, die in Indien traditionell neben anderen Süßigkeiten als Festdessert gilt.

Das Gericht braucht eine Menge Ghee und Milch und schmeckt damit besonders lecker. Mit Pflanzenöl und einer pflanzlichen Milch funktioniert es sicherlich auch, ich habe es nur noch nicht ausprobiert.

Zutaten

  • 200g Moong Dal (gespaltene trockene Mungbohnen)
  • 100g Ghee
  • frisch gemahlene Samen aus 4 Kardamomkapseln,
  • 50g Studentenfutter
  • 500ml Vollmilch (mind. 3,8% Fett)
  • 230ml Wasser
  • 200g Zucker

Anweisungen


1. Wasche die Mungbohne, bevor du sie über Nacht in frischem Wasser einweichen lässt
2. Püriere die eingeweichten Mungbohnen zu einer feinen Paste
3. Erhitze das Ghee in einem beschichteten Topf/einer beschichteten Pfanne und brate das Mungbohnenpüree darin ca. 15 Minuten an
4. Vermische währenddessen die Milch, das Wasser und den Zucker
5. Gebe die Flüssigkeit zu der im Fett halb gegarten Mungbohnenpaste und rühre alles gut durch
6. Reduziere die Hitze und lass das Halwa mindestens eine halbe Stunde oder bis die Mungbohnen den rohen Geschmack komplett verloren haben bei wiederholtem Rühren simmern (es sollte nicht am Topfboden festkleben)
7. Gebe den frisch gemahlenen Kardamom dazu und serviere das Halwa warm

Nährwertangaben

Für Informationen zu Nährwerten und Kalorien dieses Rezeptes folge dem Link zum FDDB Extender-Rezept

Gajar ka Halwa (Karottenhalwa)

Da die meisten die Variante mit Karotten kennen, möchte ich euch das Rezept dafür nicht vorenthalten. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Verrückten, der es mal ausprobieren möchte (es schmeckt auch wirklich sehr lecker). Statt Mungbohnen könnt ihr dafür 600g Karotten (8-9 mittelgroße) verwenden und als Flüssigkeit 800ml Milch (ohne Wasser). Die Karotten müssen fein geraspelt werden (allein dafür lohnt sich schon die Variante mit den Hülsenfrüchten – oder eine Küchenmaschine) und werden dann im Ghee auf mittlerer Hitze geschmort (nicht zu heiß), bevor die Milch hinzugefügt wird. Dann wird das Halwa gekocht. Wer einen Gasherd hat, der spart sich vielleicht eine Stunde. Letztendlich muss ja nur die Flüssigkeit eingekocht werden.

  • Eingeweichte Moong Dal ganz
  • Eingeweichte Moong Dal ganz und püriert
  • Moong Dal Püree

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